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Gut gemacht

Aktualisiert: 2. Nov. 2025

„Loben ist Vermenschlichung, und da Hunde sich kein gutes Wort schenken können, ist eben Loben ein vermenschlichtes Konstrukt“.


Aber Moment – ist nicht genau das Vermenschlichung?


Hunde und Belohnung untereinander

Denn natürlich klopfen Hunde sich nicht gegenseitig auf die Schulter, zwinkern sich zu mit den Worten „super gemacht“.

Aber in ihren Möglichkeiten belohnen sie dennoch Verhaltensweisen untereinander.


Es ist aber unerheblich, was Hunde untereinander tun, denn der Hund ist ein Hund und der Mensch ist ein Mensch.


Das gemeinsame Zusammenleben ist längst nicht mehr wegzudenken.

Wir müssen also nicht so tun, als wären wir Hunde.

Wir können Menschen sein und uns wie Menschen verhalten – und Hunde verstehen uns dennoch.


Lob ist keine Vermenschlichung, sondern Kommunikation.

Eine Rückmeldung.

Mit Wirkung.

Neurobiologisch überprüfbar.


Das zeigt sich im Hundehirn

Forscher der Emory University haben mithilfe von fMRT-Scans zeigen können, wie sich das Belohnungszentrum eines Hundehirns bei Lob aktiviert.

Lob schüttet Dopamin (Glücksgefühle) und Oxytocin (Bindungshormon) aus.

Hunde, die durch Lob motiviert werden, zeigen mehr Bindung, weniger Stress und lernen nachhaltiger.

Warum auf Lob verzichten?

Unabhängig von diesem Wissensstand:

Warum sollte ich bei einem Miteinander auf Lob verzichten?


Hunde leben nicht in ihrer Welt, sondern überwiegend in unserer – mit starken Erwartungen an Anpassung.

Viele Hunde haben aufgrund dieser Lebensumstände Anpassungsschwierigkeiten.


Ja, aber selbstverständlich lobe ich meinen Hund überall da, wo ich es für angebracht halte. Also ziemlich oft und gerne.


Lob aktiviert ja nichts Schlimmes – es ist ja nicht so, dass der Hund nach dem zehnten Mal Lob einen Höhenflug bekommt.


Lobt gerne eure Hunde.


Liebe und Pfoten gehen raus

Jil


 
 
 

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