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Zwischen den Zeilen


Wertschätzung statt Urteil – woran sich professioneller Umgang im Hundetraining und Co erkennen lässt?


Wie auf eine Anfrage oder ein Anliegen reagiert wird, sagt oft mehr über die Haltung eines kynologischen Profis aus- als jede Methode.

Denn bevor es um Technik und Trainingsansätze geht, geht es um den Umgang mit dir – und dieser zeigt sich dann auch bei deinem Hund.


Der Ton macht die Begleitung

Wenn Kund*innen mir erzählen, dass sie zu Beginn eines Trainings oder einer Verhaltenstherapie für ihren Hund direkt mit Vorwürfen konfrontiert wurden, macht mich das traurig.

Nicht nur, weil es verletzend ist – sondern weil es auch nicht fachlich wirkt. Wer Lernverhalten verstanden hat, weiß:

Menschen kommen nicht zu uns, weil sie unfähig sind.

Sie kommen, weil sie lernen wollen.

Und weil Emotionen mitspielen und Vorgehensweisen behindern – selbst wenn Wissen vorhanden ist.


Fehler sind Teil des Lernens 

Fehler sind natürlich.

Sie bedeuten nicht automatisch Inkompetenz.

Menschen wollen nicht bloß in ihre Fehler gestoßen werden.

Sie möchten hören, was sie bereits richtig machen.


Und das ist auch neurobiologisch sinnvoll – Lob aktiviert das Belohnungssystem, Vorwürfe hingegen schwächen das Selbstwertgefühl und schaffen Unsicherheit.

Was wir im Training dem Hund sagen („was er tun soll statt was er lassen soll“) gilt genauso für den Menschen.


Kommunikation wirkt

Natürlich ist konstruktive Kritik wichtig.

Aber es kommt auf das Wie an – auf den Ton, auf die Menge, auf den Zeitpunkt.

Kommunikation ist komplex, und gerade in schriftlicher Form fehlen oft Gestik, Mimik und Betonung, was Kommunikation erschwert.


Ich persönlich freue mich immer über Fragen – sie zeigen Lernbereitschaft.

Denn dann geht es nicht um schnelle Symptombekämpfung, sondern um nachhaltiges Wohlbefinden.

Ums Verstehen wollen.


Sich gut betreut zu fühlen beginnt bei der Art der Begegnung.

Mein Ziel ist Vertrauen und Sicherheit – besonders in schwierigen Momenten.

Wer sich in einer wertschätzenden Atmosphäre befindet, traut sich auch, Fehler transparent zu besprechen.

Niemand öffnet sich unter einer Standpauke.


Eigene Fehler und mein Umgang damit

Ich selbst gehe offen mit eigenen Fehlern um – denn sie gehören zum Lernen. Hätte ich nicht hinterfragt, wäre ich womöglich heute noch im alten Rudelführerinnen-Dasein gefangen und würde Hunde strafen.


Auch Mika hat mir zuletzt viele dieser Lektionen beigebracht.

Ohne Irrwege hätte ich die Leidenschaft, mit der ich heute arbeite, nie entdeckt.

Ohne die Fehler, die ich bei ihrer Angstbewältigung gemacht habe, hätte ich mich niemals so sehr mit Angst beim Hund auseinandergesetzt und könnte die wichtige Aufklärungsarbeit nicht leisten.


Wertschätzende Begleitung – was du erwarten darfst

Ein wohlwollender, respektvoller Umgang mit dir als Bezugsperson entscheidet, ob du dich gut begleitet fühlst – oder ob du dir besser jemanden suchst, der mit mehr Herz und Verstand kommuniziert.


Wertschätzung, Offenheit und echtes Interesse sind für mich die Basis jeder Zusammenarbeit. Wenn du dir genau so eine Begleitung für dich und deinen Hund wünschst, freue ich mich darauf, dich kennenzulernen.


Liebe und Pfoten gehen raus

Jil


 
 
 

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