Wachsendes Jahr
- jilseelbach

- vor 2 Tagen
- 3 Min. Lesezeit
Der erste Blog in diesem Jahr – denn das automatische Veröffentlichen hat offensichtlich nicht so funktioniert, wie geplant.
Und plötzlich ist schon Ende April.
Die Zeit ist einfach davongerannt.
Das geschriebene Wort
Schon als Kind habe ich gerne geschrieben.
Heute mache ich genau das. Heute ist das Schreiben ein Teil meiner Leidenschaft und Berufung.
Und liebe es, über Hunde, ihre Emotionen und ihr Verhalten zu schreiben.
Mittlerweile erschaffe ich mir sogar einen festen Platz dafür:
mein eigenes Büro.
Ein Raum, in dem ich Beiträge verfasse, Kurse gestalte und plane, mit Mika Kursmaterial vorbereite und alle Einzelbegleitungen sowie Analysen stattfinden.
Obwohl dieser Raum noch nicht vollständig fertig ist, spüre ich jetzt schon, wie wichtig er für mich ist.
Ein kreativer Ort aber auch ein Ort, an dem ich die Tür schließen kann, wenn Feierabend ist.
Denn das, was ich tue, ist meine Berufung.
Ich liebe es von Herzen.
Gleichzeitig begleitet mich das Thema Hund auch im Alltag, und weil es eine so große Leidenschaft ist, braucht zumindest der Arbeitsanteil manchmal eine Pause.
Willkommen, Positiv Petra
Mittlerweile ist auch meine Marke für einen straf- und gewaltfreien Umgang mit Hunden veröffentlicht. Die ich zwischen Kartons und umräumen gegründet habe.
Ein Projekt, das schon lange in meinem Kopf war. Jetzt wird die Haltung zum straf- und gewaltfreien Umgang sichtbar, und ich bin dankbar für die Unterstützung, die ich dafür bekomme.
Der Schwerpunkt
Durch Mikas Angst war mir von Anfang an klar, dass Angst mein Schwerpunkt in meiner Arbeit sein wird.
Trotzdem habe ich mich lange nicht so klar nach außen positioniert.
Habe es thematisch offen gehalten und auch andere Anfragen außerhalb von Angst angenommen.
Das hat sich geändert.
Heute fokussiere ich mich ausschließlich auf Angst, Trauma und Stressverhalten bei Hunden.
Es sind Themen, die massiv unterschätzt werden.
Verhalten wird oft fehlinterpretiert, und wir sehen immer mehr Hunde, die gestresst, ängstlich oder sogar traumatisiert sind.
Die wissenschaftlich fundierte Aufklärung dazu ist leider noch immer gering und Mythen dazu halten sich hartnäckig.
Manche klären nebenher darüber auf.
Mir war es aber wichtig, diese Positionierung zu stärken.
Eines meiner Reels hat auf einem meiner Social-Media-Kanäle hat mittlerweile fast 40.000 Aufrufe erreicht und das in dem ich bewusst das Gegenteil von dem vermittle, was über den Umgang mit Angst oft verbreitet wird.
Mein Content wächst über die theoretische Aufklärung zum Thema Stress und Angst bei Hunden und zeigt wie Bewältigung auch ohne alte Schule funktioniert.
Für mich ist das so wichtig, dass es Menschen erreicht.
Denn es benötigt kein Ignorieren von Angst und keinen Druck.
Wir müssen Hunde nicht stressen, durch die Angst ziehen, aushalten lassen und überfordern um ihr Verhalten zu verändern, denn mit Angstabbau hat es nichts zu tun.
Bewältigen statt Aushalten
Ich kann bei keinem Lebewesen also auch bei keinem Hund, Angst durch Reizüberflutung oder Übergriffigkeit bewältigen.
Hunde, die solchen Methoden ausgesetzt werden, zeigen zwar verändertes Verhalten, aber ihr Ausdruck verrät die Emotion dahinter. Sie zeigen sich angepasst, was eben auch eine Bewältigung ist um noch mehr Stress zu vermeiden.
Die meisten Menschen wollen aber keine angepassten Marionetten.
Sie wollen Hunde, die Angst bewältigen, die sich regulieren können, die sich sicher gebunden fühlen und durch Co-Regulation begleitet werden.
Und diesen Unterschied sieht man im Ausdrucksverhalten deutlich.
Auch meine Messenger-Kurse entwickeln sich daher weiter. Sie haben sich erfolgreich mit stabiler Nachfrage etabliert.
Es braucht mehr Aufklärung über Angst und Stress darüber, wie sich angst zeigt und wie Regulation aussieht und wie man Unterstützung bietet.
Damit Menschen nicht auf Propaganda hereinfallen, sondern ihren unsicheren, gestressten und ängstlichen Hunden wirklich helfen können.
Ich besitze inzwischen eine Fear-Free-Zertifizierung und weitere Fortbildungen zu Angst, Trauma und Stress, die mich fachlich abheben und es mir ermöglichen, Menschen und ihre Hunde kompetent zu begleiten.
Ich merke immer mehr, wie sehr mich dieser Weg erfüllt.
Angst, Trauma und Stress sind keine Randthemen sie sind zentral für das Wohlbefinden unserer Hunde.
Und ich möchte ein Teil der Veränderung sein, die sie brauchen.
Mit meinem neuen Raum, meiner klaren Positionierung und all dem Wissen, das ich sammeln durfte, gehe ich diesen Weg weiter.
Schritt für Schritt.
Für Mika.
Für all die Hunde, die leise Signale senden.
Und für die Menschen, die bereit sind nicht an der Oberfläche zu kratzen sondern das Verhalten ihres Hundes verstehen und nachhaltig verändern zu wollen.
Liebe und Pfoten gehen raus.
Jil



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